Unipark Nonntal

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Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg

10 bis 17 Uhr

 

An diesem Standort finden Sie auch die zentrale Informationsstelle.

 

Ausgangspunkt für die Schnitzeljagd: Was schreiben die SalzburgerInnen auf öffentlichen Plätzen in der Stadt? (Universität Wien)

Sind dir auch schon einmal Schilder (mit Schrift) in deinem Ort aufgefallen, die in einer oder in mehreren Sprachen oder sogar Dialekten geschrieben waren? Hast du schon mal „Zusätze“ an Schildern entdeckt?
Das Projekt „In aller Munde und aller Köpfe Deutsch in Österreich“ beschäftigt sich mit dem Gebrauch von deutscher Sprache in Österreich. Sprache wird auch auf Schildern mit Schrift im öffentlichen Raum verwendet, z. B. Aufschriften, Tafeln oder Plakate auf der Straße, in Museen oder bei Behörden. Manche Schilder in Österreich sind sogar in einer anderen Sprache als Deutsch, umgangssprachlich oder in einem Dialekt geschrieben oder decken mehr als eine Sprache ab.
Wir veranstalten nun eine Schnitzeljagd durch ganz Österreich, um Fotos von diesen ein- oder mehrsprachigen Schildern zu machen. Auch Salzburg darf dabei am 3. Februar 2018 nicht fehlen.
Das Ziel der Schnitzeljagd ist die Kartierung der Salzburger Sprachlandschaft im öffentlichen Raum.

 

Diskussionsrunde: Wissenschaft für BürgerInnen? (Plattform Österreich forscht)
Wissenschaft hat in Österreich kein hohes Ansehen, wenn man sich auf die Eurobarometerumfrage aus dem Jahr 2014 bezieht. Darin gibt ein hoher Anteil von Befragten an, dass Wissenschaft keinerlei Bedeutung für ihr Leben hat und sie noch nie mit Wissenschaft in Berührung gekommen sind. Dies stellt nicht nur die derzeit vorherrschende Forschungsfinanzierung durch Steuergelder in Frage, sondern stellt besonders für Citizen Science eine Herausforderung dar. Gleichzeitig bietet Citizen Science jedoch die Chance, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu schlagen.
Mit dieser Session möchten wir Citizen Scientists mit Citizen Science Plattformbetreibern, VertreterInnen von Forschungsinstitutionen und ProjektleiterInnen zusammenbringen. Diese sollen gemeinsam mit dem Publikum diskutieren, welche Erwartungen, Wünsche und Herausforderungen es von diesen unterschiedlichen Perspektiven aus für eine rege Beteiligung an Citizen Science Projekten gibt.

 

Mitmachstationen am Standort:

BLACK.ICE – die Gletscher werden grüner (Universität Innsbruck)
Schnee und Eis unserer Bergwelten, der Arktis oder Antarktis sind extrem ungemütlich, um dort Leben zu finden. Aber stimmt das denn wirklich?
Nein, denn manche fühlen sich in dieser Kälte ganz wohl und können sogar gefrieren und wieder auftauen, ohne Schaden zu erleiden – stellt euch vor, der Mensch kann das nicht! Der kleinste Bär der Welt, das Bärtierchen, welches ihr hier am Mikroskop beobachten könnt, ist sogar ein wahrer Überlebenskünstler! Man könnte ihn sogar ins Weltall schießen und er überlebt. Lasst Euch entführen in eine Welt der Kälte, Trockenheit, Nahrungsmangel und ihr werdet an den Mikroskopen und mit einem Spiel sehen, welche Lebewesen wie der Gletscherfloh sich trotzdem dort tummeln und vor allem, wie sie das bewerkstelligen, unter dem Gefrierpunkt zu überleben. Oder schon einmal Blutschnee gesehen? Das sind Algen, die auf unseren Gletschern leben und diese immer „grüner“ machen und sie durch die dunkle Färbung noch schneller schmelzen lassen. In diesen Gegenden zu forschen ist oft ungemütlich, aber spannend und wichtig, denn unsere Gletscher schmelzen sehr rasch – was bedeutet das nun für uns? Wir werden uns ganz spielerisch darüber unterhalten.

Klangweihnachtsbäume und andere Geschenke. "Stille Nacht" im künstlerisch wissenschaftlichen Spannungsfeld (Universität Mozarteum)
„Stille Nacht“ im künstlerisch-wissenschaftlichen Spannungsfeld
Wir laden Kinder, Jugendliche und ihre Eltern ganz herzlich ein, sich auf eine Klangreise entführen zu lassen, oder sich gemeinsam mit uns auf die Spuren von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber zu begeben. Spannende Aufgaben laden zum Mitmachen ein und Engagement wird mit einem „Stille Nacht Pass“ belohnt. Wir sind aber auch neugierig zu erfahren, wie das Lied auf Sie wirkt, welche Erinnerungen Sie mit diesem verknüpfen: unser ‚fliegender Reporter‘ freut sich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Stadtbäume als Klimabotschafter (Universität Salzburg)
Stadtbäume begegnen uns täglich. Sie wachsen vor unseren Haustüren, säumen den Weg zur Schule, stehen vorm Bürofenster oder im Gastgarten nach Feierabend. Aber was machen sie dort überall? Stehen sie bloß herum und bringen etwas Farbe in die Stadt? Oder steckt doch mehr dahinter, als wir auf den ersten Blick vermuten?
Gemeinsam mit Klein und Groß sammeln wir Erfahrungen und Ideen und lassen so unseren „mehr-als-nur-Grün-Stadtbaum“ wachsen!
Dabei stellen wir unser Young-Citizen-Science-Projekt „Stadtbäume als Klimabotschafter“ vor und zeigen WIE, WANN und WO Bürgerinnen und Bürger durch Citizen Science selbst Wissen zu Stadtbäumen und ihren Ökosystemleistungen schaffen können.

(Ent)Zündende Sehnenforschung (PMU Salzburg)
Die Anzahl der Personen, die im Laufe ihres Lebens von eine Sehnenverletzung erleiden, steigt stetig. Wenn es zu einem Sehnenriss kommt, war die Sehne zusätzlich zur Überlastung zumeist bereits vorgeschädigt. Die Ursachen für diese Vorschädigungen sind noch weitgehend unbekannt, haben aber wahrscheinlich mit Entzündungsprozessen zu tun. Im Rahmen unser Forschungsarbeit beschäftigen wir uns mit grundlegenden Fragestellungen zu diesen Entzündungsprozessen. An unserer Mitmachstation zeigen wir anhand einer frischen Schweinshaxe, wie Sehnen, Muskeln und Knochen zusammenspielen, die Besucher können bei der Präparation selbst Hand anlegen. Da sich die Krankheitsursachen zumeist auf Zellebene finden, bekommen die Besucher die Möglichkeit, mit dem Mikroskop tief in die Mikroanatomie von Sehnen zu blicken und dabei auch den biochemischen Aufbau zu verstehen.

Game of Clones – Schülerinnen und Schüler modellieren die Ausbreitung und Bekämpfung des Staudenknöterichs (Fallopia japonica) (E.C.O. Institut für Ökologie)
Im Sparkling Science-Projekt „Game of Clones“ erforschen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den konkurrenzstarken Japanischen Staudenknöterichs: Wie breitet er sich aus? Wie reagiert er auf Bekämpfungsmaßnahmen? Wie kann man Naturschutzgebiete davor schützen, einfach überwuchert zu werden? Die Erkenntnisse fließen in eine Computersimulation, die als Open Source Game allen Interessierten zur Verfügung stehen wird. Ziel des Spiels ist es erfolgreiche Maßnahmenkombinationen, die das Wachstum der Pflanze eindämmen, zu finden. Spielmechanismen und Regelwerk werden zunächst in einer Brettspielversion erprobt. Am Citizen Science-Aktionstag haben spielbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, diesen Prototyp zu testen und an seiner Weiterentwicklung mitzuwirken.

Von Graugänsen, Waldrappen und Kolkraben: Citizen Science im Almtal (Univesität Wien)
Im Rahmen des Aktionstags möchten wir die Projekte der Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF, eine Core facility der Universität Wien) im Bereich Citizen Science präsentieren. Im Herbst 2017 sind verschiedene Projekte gestartet, dessen Erfolg von der aktiven Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die Forschung abhängt. Neben der Möglichkeit, Sichtmeldungen über die Aufenthaltsorte der Waldrappe über eine App zu liefern, besteht die Chance sich mit Verhaltensbeobachtungen an mehreren Vogelarten auseinander zu setzen. Dies findet in Zusammenarbeit mit dem Cumberland Wildpark in Grünau im Almtal statt. Die Präsentation dieser Projekte erfolgt spielerisch aber auf fachlich fundierte Art für Kinder und Jugendliche, sowie für alle Interessierten Laien.

Stall Catchers, by EyesOnALZ (Human Computation Institute)
Stall Catchers is a citizen science game by the EyesOnALZ project speeding up Alzheimer's disease research. The creators of the game from the Human Computation Institute will be running a Stall Catchers booth at the event, inviting everyone to try the game, which contributes to the ground-breaking biomedical work being done at Cornell University. In the game you catch "stalls" - clogged blood vessels in the brain - that might be responsible for the development of Alzheimer's. By gathering help from the crowd we can reduce the time needed to discover potential treatments from decades to just a couple of years! There will be a special "Citizen Science Action Day" challenge all day, with prizes for the best catchers!

GeFaBe – Gemeinsam Fahren Wir Besser (Universität Salzburg)
Das Top Citizen Science Projekt Gemeinsam Fahren Wir Besser (GeFaBe) verfolgt das Ziel Defizite, Sicherheitslücken und vorbildliche Praktiken im Umgang mit modernen Fahrassistenzsysteme aufzuzeigen um so das Autofahren der Zukunft sicherer zu gestalten. Österreichische AutofahrerInnen sind deshalb dazu eingeladen über eine mobile App ihre Erlebnisse mit aktuellen Fahrassistenzsystemen zu sammeln und zu bewerten. Am Informationsstand des GeFabe-Projektes können die BesucherInnen die App vor Ort zum ersten Mal selbst ausprobieren, Fragen stellen und spannende Hintergrundeinblicke in das Projekt erhalten.

Müll trennen und profitieren (Wissensstadt Salzburg)
Wer besser Müll trennt, spart Geld – mit diesem Anreiz will die Stadt Salzburg Abfalltrennung und -vermeidung auch finanziell belohnen. Erarbeitet wurde das neue Müllgebührenmodell, das seit Jänner gilt, von den Fachleuten des Abfallservices der Stadt Salzburg und den „Expert*innen des Alltags“, den Salzburger*innen.
Am Citizen Science Aktionstag stellen die Profis aus dem Abfallservice das neue Müllgebührenmodell vor und zeigen, wie durch richtige Mülltrennung, der eigene Geldbeutel und die Umwelt geschont werden. Auch Maskottchen Mülli kommt in den Unipark und gibt spielerisch Tipps, wie schon die Kleinen zu „Rohstoff-Retter*innen“ werden können.

Projekt Roadkill (BOKU Wien)
Straßen zerschneiden die Lebensräume vieler Tierarten. Dadurch kommt es oft zu Kollisionen mit Fahrzeugen. Im Projekt Roadkill werden seit 2013 Daten von im Straßenverkehr zu Tode gekommenen Tiere gemeinsam mit Amateuren gesammelt (http://roadkill.at/). In einem ersten Schritt soll ein Überblick geschaffen werden, welche Tierarten wo in Österreich überfahren werden. Das übergeordnete Ziel ist, die Anzahl von Roadkills in Zukunft zu verringern. Die Teilnahme ist für alle offen, die sich im Straßenverkehr bewegen. Bisher nehmen ca. 500 Bürgerinnen und Bürger am Projekt teil und nutzten unsere Apps und unser Onlineformular um überfahrene Tiere zu melden. Durch die aktive Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern mit Wissenschaftlern ist es möglich ökologisch wichtige Daten zu sammeln, sie für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Plattform Österreich forscht
Die Plattform „Österreich forscht“ wurde 2014 gegründet, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Anlaufstelle zu bieten, um sich über Citizen Science Projekte informieren zu können, und Projektleiterinnen und Projektleitern die Möglichkeit zu geben sich auszutauschen. Ziel ist vor allem die Qualitätssicherung und -steigerung dieser Methode, um nachhaltige Projekte u.a. auch im Bereich Biodiversitätsforschung zu ermöglichen und das Bewusstsein um die Rolle der Forschung in der Bevölkerung zu stärken.
Wir möchten mit diesem Stand die Bevölkerung über aktuelle Citizen Science Projekte und Entwicklungen (z.B. Qualitätskriterien, Veranstaltungen usw.) informieren, mit den Besucherinnen und Besuchern über die Methode diskutieren, in einen Dialog treten, Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen und sie so für mehr Engagement auf der Plattform motivieren. An einem Infostand, welcher zentral gelegen ist soll die Plattform präsentiert werden.

 

 

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